OLD MONKS' SAGA

Trilogy of Cofnition and Absolute Reason of Ancient Depth

Ich muß gestehen, noch nie zuvor etwas von OLD MONK'S SAGA gehört zu haben. Und das ist wirklich sehr schade, denn das ukrainische Projekt um Lord Gorgoroth, bekannt von OMS Records / UKRAINIAN DARK SYNDICATE, ist wirklich faszinierend und gleichermaßen originell. Man könnte die Musik als romantisch geprägten, abwechslungsreichen Dark Ambient mit gelegentlichen, dezenten folkloristischen und Industrial-lastigen Anleihen klassifizieren. Dabei ist mit Dark Ambient hier nicht genug gesagt, denn dieses Genre wird von OLD MONK'S SAGA nicht nur überhaupt qualitativ sehr gut repräsentiert, sondern deutlich vielschichtiger dargeboten, als von vielen anderen Bands dieser Richtung. Man kann die Scheibe durchaus immer wieder hören, ohne daß sie langweilig würde. Mir fallen auch keine direkten Vergleiche ein, da die Band doch ziemlich eigenständig ist. Für die Fans des Projektes sollte diese Scheibe sowieso einen Pflichtkauf darstellen, auch Anhänger von VINTERRIKET, NEST oder INFAMIS sollten sich begeistern können – auch wenn das nur höchst vage Vergleiche sind, und OLD MONK'S SAGA definitiv eine andere Herangehensweise und einen eigenen Stil haben - , aber auch generell alle Anhänger düsterer Tonkunst sollten hier auf alle Fälle mal reinhören. Wer also Lust hat, für fünfzig Minuten in einer schönen und düsteren Welt der Mystik und Romantik unterzutauchen, sollte „Trilogija Poznanija...“ („The Trilogy of Cognition and the Absolute Reason of Ancient Depth“) wirklich eine Chance geben. Es lohnt sich.

WOŁOS

Epopee

„Epopee“ nennt sich also dieses Werk der Ukrainer. Das wievielte Werk es aus diesem Hause ist, weiß ich nicht, aber das Projekt ist schon einige Zeit dabei und hat schon die eine oder andere gelungene Veröffentlichung auf die Menschheit losgelassen. Der facettenreiche Dark Ambient des Duos enttäuscht auch hier nicht, und so wird der Hörer auch von „Epopee“ auf eine düstere Reise durch schöne, faszinierende Klangwelten entführt.
Vor allem das zweite Stück (aber an manchen Stellen auch einige andere) erinnert mich sehr an die Ungarn ŐSEINK REMÉNYE (LOHENFESTE Rec.), aber auch etwas an die beim selben Label beheimateten MEIN TAG MIT EVA. Ansonsten möchte ich gar nicht so sehr mit Vergleichen operieren, da OLD MONK'S SAGA relativ eigenständig sind, mittlerweile dem einen oder anderen bekannt sein sollten, und für sich stehen.
Was mir nicht ganz so zusagt, oder mich zumindest etwas unschlüssig zurückläßt, ist das BURZUM-Cover. Man erkennt das Original, es wird aber, was die originale Atmosphäre anbelangt, doch seinem Wesen nach verändert. Innovativ, aber gewagt. Den einen wird es gefallen, den anderen nicht. Es ist natürlich auch generell die Frage, ob man von diesem Projekt ein Coverstück aufnehmen sollte, da dies schon Heerscharen von Gruppen gemacht haben, und eine schier inflationäre Anzahl von BURZUM-Nachspielversionen aus dem Ambient- und Blackmetalbereich exisitert. Aber gut, BURZUM haben nun mal einen bleibenden, prägenden Einfluß.
Auf einzelne Lieder groß einzugehen, lohnt nicht wirklich, da alle auf einem gleichsam hohen Niveau angesiedelt sind. Wer sich also für vielschichtigen Düster-Ambient mit diversen Geräuschen, russischen und französischen Sprachsamples und dezenten Industrialanleihen begeistern kann, oder sowieso schon Fan des Projektes ist, sollte das Teil schnell erwerben. Gerüchten zu Folge ist es nämlich schon so gut wie ausverkauft... .

STEPHAN

09.11.01 - Illuvatar's Children (Present Time)

Mit OLD MONK'S SAGAs „09.11.01 - Illuvatar's Children (Present Time)“ halte ich eine regelrechte Rarität in den Händen, ist dieses Machwerk doch auf lediglich vierundvierzig Exemplare limitiert. OLD MONK'S SAGA, ein Dark-Ambient-Projekt aus der Ukraine, bieten dem Hörer düstere Klanglandschaften, die dem weltweiten Vergleich im düsteren Ambient-Genre nicht nur standhalten können, sondern in diesem auch sehr eigenständig dastehen. Ihre romantisch und mystisch angehauchte Musik ist realtiv vielschichtig, insofern man das bei dieser Art von Musik sagen kann, und darüberhinaus auch noch produktionstechnisch sehr gut zur Geltung gebracht. Somit sollten alle Liebhaber düsterer elektronischer Musik, auch außerhalb der Grenzen des Ambients, hier nach Möglichkeit reinhören, sofern sich die Gelegenheit bieten sollte.
Zur Gestaltung kann ich leider nichts sagen, da mir nur die CD-R, ohne jeglichen “Beilagen” wie Beiheft, Info-Zettel o.ä., vorliegt. Nach den anderen Veröffentlichungen des Projektes zu urteilen, sowie aufgrund anderer mir bekannter Soulworm-Editions-Werke, ist davon auszugehen, daß das ganze, für Undergroundverhältnisse, recht ansprechend aussieht.

WOŁOS